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Blog
5.02.2018
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Digitalisierung - Fluch oder Segen?

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde: Wann wird welcher Bereich digitalisiert, welche Konsequenzen bringt das mit sich, wollen wir überhaupt alles digitalisieren und wenn ja, warum eigentlich?

Der Gebrauch von Smartphones und Apps gehört mittlerweile so sehr zum Alltag, dass diese Medien fast keine Erwähnung mehr finden. Selbst die Pizza kann per App bestellt werden – mit Lieferung zum gewünschten Zeitpunkt. Das Flugticket wird ohnehin online bestellt, um dann die Boardkarte direkt auf das Mobiltelefon zu laden. Selbst ein amerikanischer Fastfood Konzern bietet seinen Kunden die Möglichkeit, Burger am Terminal zu bestellen. Wir sehen:

Die Digitalisierung steht nicht vor unserer Tür, sondern die Gesellschaft wird längst digitalisiert.

Aber was unterscheidet eigentlich digital von nicht digital? Die zwei wesentlichen Unterschiede sind: Erstens: Was digital ist, ist immer verfügbar, zweitens: Digital ist kein Medium, sondern eine Infrastruktur, die unsichtbar parallel zur analogen Welt besteht. Digitale Produkte kennen keine Öffnungszeiten und benötigen keine Verkaufsfläche, von Terminals abgesehen. Das ist ein radikaler Kontrast zu allem, was der Endverbraucher bisher kannte.

Wer die Wirtschaftsgeschichte Revue passieren lässt, stellt fest: Veränderungen gab es immer und wird es immer geben. Zunächst werden revolutionäre Lösungen als absurd abgetan, dann von Abenteurern gefördert, bevor sie ihren ersten Einsatz im kleinen Rahmen finden. Schliesslich werden sie sukzessive zur Normalität und ganze Branchen sind gezwungen, sich anzupassen. Sei es durch Innovation oder durch die Konzentration auf bestimmte Produktionsschritte. Siehe hierzu die Kutsche, die Weberei, der Röhren-TV. Die dabei auftretende Skepsis ist nicht nur normal, sondern vor allem gesund, sie hält die Gesellschaft im Gleichgewicht.

Die durch die Digitalisierung hervortretenden Produkte und Dienstleistungen gewinnen diese Diskussion vor allem neben der Verfügbarkeit auch aufgrund der Geschwindigkeit. Der menschliche Faktor, der eben Prozesse im Zweifel verkomplizieren und verlangsamen kann, entfällt zumindest zu einem gewissen Teil in einer «Digitalisierungs-Kette». Der Endkunde erhält somit ad hoc auf Abruf Informationen und Dienstleistungen ganz ohne Wartezeit – von Lieferzeiten abgesehen, wobei auch diese automatisiert werden. Der Kunde, und nicht der grösstmögliche Nutzen eines Konzerns, steht in Zeiten der B2C-Digitalisierung im Vordergrund. Wir erleben also durch Digitalisierung eine radikale Kundenorientierung, die bisher allein technisch nicht möglich war. Der genauere Grund hierfür und der Wirkungszusammenhang mit Social Media ebenso wie die Rolle der Digitalisierung für die Industrie in einem späteren Text thematisiert.

Ist das gut oder schlecht? Es hat, wie jede Entwicklung, beide Seiten. Die wichtigsten Vorteile wurden bereits erwähnt. Die Vorbehalte beziehen sich meist auf den Verlust von Arbeitsplätzen bzw. Arbeitsschritten, die durch Programmierungen abgelöst werden. Und genau hierin steckt eine mögliche Antwort auf die Skepsis: Neue Arbeitsschritte und Anforderungen entstehen genauso wie neue Dienstleister, die den Kunden innovative Lösungen bringen. Startups schiessen in Berlin, Düsseldorf und Zürich förmlich aus dem Boden mit einer derartigen Energie, dass Konzerne in Zugzwang stehen und sich ein Wettrennen um die besten Talente mit Hilfe der besten Arbeitsbedingungen liefern.

Es wird deutlich: Die Digitalisierung wirkt umfassend auf unsere Welt, stellt selbst moderne Errungenschaft in Frage und beschleunigt unser Leben einmal mehr. Das Credo «Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit» ist aktueller denn je.