vereinfacht

Mit Power zur digitalen Transformation?
Dann sind Sie bei PEAX goldrichtig.

Blog
Phil Linder 3.06.2019
crowdfunding 2

Crowd-was? Das 1x1 des Crowdfundings

Crowdfunding, Crowdsupporting, Crowdlending – Crowd-was? Viele Begriffe geistern im Zusammenhang mit der «Schwarmfinanzierung» rum. Wir erklären dir, was sie bedeuten und welche Finanzierungsform für deine Bedürfnisse die richtige ist.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist der Oberbegriff für die verschiedenen Disziplinen einer Finanzierungsart, bei der eine Vielzahl von Personen ein Vorhaben finanziell unterstützt. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern «Crowd» (englisch für [Menschen]menge) und «funding» (englisch für Finanzierung) zusammen. Auf Deutsch wird der Begriff häufig mit «Schwarmfinanzierung» übersetzt.

Innerhalb des Crowdfundings unterscheidet man zwischen den folgenden Varianten:

  • Crowdsupporting: Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung eine Gegenleistung. Ein weiterer gängiger Begriff für diese Crowdfunding-Form ist «Reward-Based Crowdfunding».
  • Crowdlending: Ist mit einem konventionellen Kredit vergleichbar. Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung den gesprochenen Kreditbetrag zuzüglich Zinsen zurück. Crowdlending wird auch «Lending-Based Crowdfunding» genannt.
  • Crowddonating: Auch «Donation-Based Crowdfunding» genannt. Geldgeber unterstützen ein Vorhaben unentgeltlich.
  • Crowdinvesting: Auch «Equity-Based Crowdfunding» genannt. Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung eine Beteiligung an einem Unternehmen, typischerweise an Start-ups.

Crowdsupporting und Crowdlending sind die beiden Finanzierungsformen, die Funders anbietet. Wir erklären dir die Begriffe im Folgenden genauer.

Was ist Crowdsupporting?

Wie bei allen Crowdfunding-Formen finanziert auch beim Crowdsupporting eine grosse Zahl von Menschen gemeinsam ein Vorhaben eines Projektinitiators innerhalb einer festgelegten Frist. Die Vorhaben sind sehr vielfältig: So kann eine Produktneuheit eines Start-ups genauso finanziert werden wie das Debütalbum einer Band oder sogar der Innenausbau eines neuen Stadions.

Was erhalten Kapitalgeber für ihre Unterstützung?

Als Dank für ihre Unterstützung können sich die Geldgeber eine Gegenleistung (z.B. das fertige Produkt, Tickets für einen Anlass oder andere mit dem Projekt zusammenhängende Güter) auswählen.

Wann ist ein Crowdsupporting-Projekt erfolgreich?

Damit ein Projekt erfolgreich ist, muss eine gewisse Schwelle erreicht werden. Diese Fundingschwelle entspricht dem 100%-Wert des Projektes. Wird ein Projekt überfinanziert, sagen wir es erreicht gesamthaft 200%, erhält der Starter entsprechend das doppelte des ursprünglich gesuchten Kapitals zur Umsetzung seiner Idee. Ist ein Projekt zu weniger als 100% finanziert, ist es erfolglos und der Projektstarter erhält kein Geld.

Für wen eignet sich Crowdsupporting als Finanzierungsform?

Crowdsupporting eignet sich für alle, die ein konkretes Vorhaben umsetzen möchten (Privatpersonen, Vereine, Organisationen, Start-ups, KMU etc.) und ihren Unterstützern als Dank Gegenleistungen anbieten können.

Was passiert mit dem erhaltenen Fundingbetrag?

Der gesamte Fundingbetrag wird für die Umsetzung des Vorhabens eingesetzt. Bei einem Crowdsupporting-Projekt bezahlen die Projektstarter das gesammelte Kapital nicht zurück. Jedoch müssen sie selbstverständlich dafür sorgen, dass sie ihren Unterstützern nach erfolgreichem Projektabschluss die gewählte Gegenleistung zeitnah senden.

Was ist Crowdlending? 

Beim Crowdlending (engl. lend = leihen) wird die Crowd zum Kreditgeber. Eine Vielzahl von Personen gewährt einem Projektstarter einen Kredit für die Umsetzung eines Vorhabens. Wie bei einem klassischen Kredit bezahlt der Projektstarter den Kreditbetrag samt Zinsen zurück. Im Unterschied zur klassischen Form legt der Starter aber den maximalen Zinssatz selbst fest.

Was erhalten Kapitalgeber für ihre Investition? 

Die Kapitalgeber erhalten ihren investierten Betrag zuzüglich Zinsen zurück. Je nach Plattform unterscheidet sich der Mindestbetrag einer Investition. Üblich ist jedoch ein Mindestbetrag von 500 Franken. Die Kapitalgeber entscheiden selbst, welchen Betrag sie als Kredit sprechen und welchen Zinssatz – unter Berücksichtigung des vom Starter festgelegten Maximalzinssatzes – sie dafür erhalten möchten. Sie profitieren so von attraktiven Renditen.

Wann ist ein Crowdlending-Projekt erfolgreich?

Ist die angestrebte Finanzierungssumme (100%) erreicht, erhält der Starter das gesuchte Kapital. Übersteigt die Gesamtheit aller Gebote die gesuchte Finanzierungssumme, erhalten die für den Starter attraktivsten Gebote den Zuschlag. Die Zuteilung geschieht beispielsweise in einem automatisierten Auktionsverfahren. Eine Finanzierung über 100% ist beim Crowdlending also nicht möglich. Ist ein Kredit zu weniger als 100% finanziert, ist es erfolglos und der Projektstarter erhält kein Geld.

Für wen eignet sich Crowdlending als Finanzierungsform? 

Crowdlending ist eine interessante Finanzierungsform für KMU, Start-ups und Selbstständige, um unkompliziert ein Darlehen zu fairen Konditionen zu erhalten. Das beim Crowdlending gesammelte Kapital gilt als Fremdkapital und muss innerhalb der vereinbarten Frist wieder an die Darlehensgeber zurückgezahlt werden. Daher ist es für die Rückzahlungen zwingend notwendig, dass der Darlehensnehmer über einen stabilen Cashflow verfügt. Der Projektstarter muss in der Schweiz ansässig  und im Handelsregister eingetragen sein.

Weitere Infos gibt es in folgenden Videos:

Autor: Phil Linder, Community Manager bei funders.ch